Die Entwicklung des Definitartikels im Althochdeutschen : Eine kognitiv-linguistische Korpusuntersuchung
Flick, Johanna
Die Entwicklung des Definitartikels im Althochdeutschen : Eine kognitiv-linguistische Korpusuntersuchung - Language Science Press 2020
Wie in vielen anderen Sprachen der Welt hat sich auch im Deutschen der Definitartikel aus einem adnominal gebrauchten Demonstrativum herausgebildet. In der vorliegenden Arbeit wird dieser funktionale Wandel, der sich vornehmlich in der althochdeutschen Sprachperiode (750's 2013;1050 n. Chr.) abspielte, erstmals computergestutzt und mit korpuslinguistischen Methoden anhand der funf gro ten ahd. Textdenkmaler aus dem Referenzkorpus Altdeutsch rekonstruiert. Dabei wird die Entwicklung des Definitartikels als Konstruktionalisierung der Struktur [der + N] begriffen: Das ursprungliche Demonstrativum der verliert seine zeigende Bedeutung und erschlie t neue Gebrauchskontexte, in denen die eindeutige Identifizierbarkeit des Referenten auch unabhangig von der Gesprachssituation gewahrleistet ist. In der Arbeit wird gezeigt, dass diese Kontextexpansion ma geblich von der kognitiv-linguistischen Kategorie Belebtheit beeinflusst wird.
Creative Commons
https://doi.org/10.5281/zenodo.3932780
Biography & Autobiography
Die Entwicklung des Definitartikels im Althochdeutschen : Eine kognitiv-linguistische Korpusuntersuchung - Language Science Press 2020
Wie in vielen anderen Sprachen der Welt hat sich auch im Deutschen der Definitartikel aus einem adnominal gebrauchten Demonstrativum herausgebildet. In der vorliegenden Arbeit wird dieser funktionale Wandel, der sich vornehmlich in der althochdeutschen Sprachperiode (750's 2013;1050 n. Chr.) abspielte, erstmals computergestutzt und mit korpuslinguistischen Methoden anhand der funf gro ten ahd. Textdenkmaler aus dem Referenzkorpus Altdeutsch rekonstruiert. Dabei wird die Entwicklung des Definitartikels als Konstruktionalisierung der Struktur [der + N] begriffen: Das ursprungliche Demonstrativum der verliert seine zeigende Bedeutung und erschlie t neue Gebrauchskontexte, in denen die eindeutige Identifizierbarkeit des Referenten auch unabhangig von der Gesprachssituation gewahrleistet ist. In der Arbeit wird gezeigt, dass diese Kontextexpansion ma geblich von der kognitiv-linguistischen Kategorie Belebtheit beeinflusst wird.
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https://doi.org/10.5281/zenodo.3932780
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